Lettland (Riga) - Estland (Tallinn) - Russland (St.Petersburg)

Die erste Konzertreise ins Baltikum und nach Russland!

Insgesamt 10 Tage war der Kinderchor Cantemus im Mai 2010 unterwegs.

Am 12. Mai kam man in Riga an und konzertierte gemeinsam mit dem Kinderchor der Musikschule 2 – Riga. In der wunderschönen Aula der Musikschule haben wir ein interessantes Programm gesungen und im Anschluss einen gemeinsamen Abend verbracht. Der Kinderchor wurde nach Hamburg eingeladen.

Am 13. Mai besuchten wir ausführlich die Stadt Riga. Neben den berühmten Dom haben wir die St. Petrikirche nebst Aussicht und die barocke Innenstadt kennen gelernt. Auch Mc. Donalds durfte nicht fehlen. Am Nachmittag waren wir in einem Museumsdorf außerhalb Rigas. Bei herrlichem Sonnenschein und 25 Grad konnten wir sogar im See anbaden ...

Am 14. Mai ging es weiter nach Tallinn. Unterwegs haben wir den berühmten Ostseestrand zwischen diesen Städten kennen gelernt. Bei 28 Grad wagten sich sogar einige ins Wasser. Es war recht erfrischend. Abends gingen wir gemeinsam Essen und dann ins Bett.

Am 15. Mai haben wir Tallinn und Umgebung besucht. Besichtigt wurde das Brigittenkloster, sowie das barocke Sommerhaus Peter des Großen im Katharinenthal. Auch der Ort der jährlich stattfindenden baltischen Sängerfeste wurde besucht. Dort haben wir einige Stücke aus dem Repertoire zum Besten gegeben. Eine herrliche Akustik. Der anschließende Innenstadtbesuch bei über 25 Grad war recht anstrengend. Der Aufstieg im Turm der Nikolauskirche war spektakulär. Die Sicht bei wolkenlosen Himmel über Tallinn ebenfalls. Domberg, Domschloss und die Alexander-Newski-Kathedrale rundeten den Stadtspaziergang ab. Im Anschluss ging es an die Copacabana Tallinns, den berühmten Ostseestrand, welcher zum Baden ausgiebig genutzt wurde. Bei 8 Grad Wassertemperatur war das Aufenthalt im Wasser allerdings recht kurz. Am Strand war es allerdings sehr warm. Abends gemeinsames Abendbrot und ab in die Betten.

Am 16. Mai ging es per Busfahrt nach Narwa. Dort überquerten wir die Grenze nach Russland. Das Ganze ging mit einem nicht einmal einstündigen Aufenthalt an der Grenze recht problemlos von statten. Dann kamen noch 120 km Fahrt bis nach Gatchina, die bei den herrschenden Straßenverhältnissen allerdings noch drei Stunden dauerten. Um 15 Uhr wurden wir bereits erwartet und nach einem kurzen Empfang in die Gastfamilien eingeteilt. Der erste Abend verlief also ruhig und alle konnten sich ein wenig ausruhen.

Am 17. Mai stand nun ein Besichtigungsprogramm in St. Petersburg auf dem Plan. Um 11 Uhr standen wir pünktlich oberhalb der Fontänen im Peterhof um das Grand Opening zu hören. Stück für Stück wurden alle Fontänen eingeschaltet bis sie in aller Pracht bei strahlend blauem Himmel leuchteten. Dazu die Hymne von St. Petershof, das war ein guter Start in die Woche. Es folgten noch die blaue Seemanskirche und die Isaac Kathedrale mit Turmbesteigung und Blick über ganz Petersburg. Ein anstrengender, aber lohnenswerter Tag mit sagenhaften Ausblicken.

Am 18. Mai starteten wir in der Eremitage, anschließend noch die Erlöserkirche und das Theater wo Glinka eine Sängerakademie gründete. Zwischendurch noch schnell etwas essen und sich im Bus umziehen, dann trafen wir den Chor Istock, mit dem wir in der Kirche St. Maria ein Konzert ganz in der Nähe der Eremitage gaben. Abends waren wir fix und fertig und vielen todmüde bei den Gasteltern ins Bett.

Am 19. Mai dann die Steigerung von Anstrengung. Morgens ein Konzert vor Kindern der Schule in Gatchina, dann Besuch des Schlosses (dreiviertel Stunde Fussmarsch hin und zurück etwas länger, da wir noch einen Souvenirshop besuchten). Anschließend Essen in der Schulmensa und Entspannungsübungen statt Probe. Zwei machten schlapp, so dass das Konzert am Abend ohne sie laufen musste. Alles bei hochsommerlichen Temperaturen um die 28 Grad und wolkenlosem Himmel. Um 21 Uhr waren wir dann mit allem fertig – nicht nur mit unseren Nerven...

Am 20 Mai dann die Belohnung. Besuch des Puschkin Palais und Besichtigung des Palastes nebst Bernsteinzimmer. Wieder ein wunderschöner Park. Um 14 Uhr dann Ankunft in St. Petersburg und Freizeit für alle. Es hätte ja so schön sein können, aber unserem Arzt wurde zu allerletzt noch das Portmonee entwendet. Alle bummelten durch die Stadt und ließen bei strahlend blauem Sommerwetter die Seele baumeln.

So hieß es am 21. Mai Abschied von unseren Gasteltern und dem Chor April nehmen. Viele waren in Tränen aufgelöst, so war unser Abschiedskonzert zu Ehren der Gasteltern und die herzliche Verabschiedung dann doch noch für viele ein kleiner Wermutstropfen. Aber – so sagt man, wir kommen wieder !!! Sicher, denn alle waren so herzlich und viele haben neue Freunde gewonnen. Abends um 19 Uhr waren wir dann erschöpft, aber glücklich in Hamburg zurück und verabschiedeten unseren Gastarzt Dr. (Y)J(o)örg(k) Liebsch – dem die Frauen vertrauen – mit einem herzliche Beifall. Auch unserer Nanny Gabi sei hier der herzlichste Dank ausgesprochen und nicht zuletzt auch der Leitung...!

HH im Mai 2010